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Handel mit Finnland

Wenn man mit Menschen in Deutschland über Finnland spricht, fällt oft zuerst die Bewunderung für die wunderschöne Natur. Dann weiß man, daß Sauna etwas typisch Finnisches ist und oftmals fällt auch noch der Name Nokia.

Dabei hat Finnland mit seinen 5,6 Millionen Einwohnern so viel mehr zu bieten. Mit einem BIP pro Kopf zu Marktpreisen von 48 340 € in 2022 liegt Finnland laut Eurostat auf dem gleichen Niveau wie Deutschland mit 46 260 €. Es ist Mitglied der EU schon seit 1995 und hat den Euro, wie Deutschland, als eines der ersten Länder mit eingeführt.

Auf der Grundlage der von Eurostat vorgelegten Daten ist das vergleichbare Preisniveau (2022) in Finnland 126,5 (EU = 100) viel höher als in Deutschland (108,9). Dies spiegelt die Preisgestaltungsmöglichkeiten in Finnland wieder, obwohl der Markt relativ klein ist.

Laut OECD waren 2022 in Finnland die wichtigsten Wirtschaftszweige: Industrie- und Energiesektor (22,4%) gefolgt von öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Bildung, Gesundheits- und Sozialwesen (20%) sowie von Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergungs- und Gaststättenwesen (14 %). Am anderen Ende der Skala steht mit nur 2,6% Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei. Das zeigt, Finnland ist ein modernes Industrieland. 

Es mag der Handel mit Finnland für viele Staaten nur eine kleine Rolle zu spielen, aus finnische Sichtweise sieht es anders aus. Zum Beispiel ist dem Finnischen Zoll Tulli zufolge Deutschland für Finnland der größte Handelspartner sowohl beim Eingang (15,7% in 2019) als auch beim Ausgang (14,6% in 2019) von Waren.

Auch wenn hier nur die wesentlichsten Eckdaten erwähnt sind, soll hervorgehoben werden: deutsche Produkte genießen einen guten Ruf in Finnland. Das ist für Ihre neuen Geschäftsbeziehungen durchaus ein Vorteil, den Sie nutzen sollten. Grundsätzlich aber gilt, mit einem hochwertigen Produkt, egal wo es hergestellt wird, kann man immer Erfolg haben. Das trifft auch für Finnland zu.